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Duftnoten-Lexikon · Muskatellersalbei
Duftnoten-Lexikon
Muskatellersalbei
Muskatellersalbei riecht krautig und leicht süß, mit einer Facette von Heu und Schwarztee — und darunter eine weiche, fast moschusartige Wärme, die man dem Wort „Salbei" nicht zutrauen würde. In der Parfümerie heißt die Note Clary Sage, und sie ist eines der meistgenutzten Öle im Sortiment von Wyld Notes: Fünf der acht Düfte führen sie laut Hersteller als Öl von den eigenen und Partnerfarmen.
Salvia sclarea

Die Pflanze
Muskatellersalbei ist ein Lippenblütler aus dem Mittelmeerraum — eine stattliche, meist zweijährige Pflanze, die über einen Meter hoch wird, mit großen, filzig behaarten Blättern und hohen Blütenständen in Rosa, Violett und Cremeweiß. Mit dem Salbei aus der Küche (Salvia officinalis) ist er verwandt, aber nicht zu verwechseln: Der Küchensalbei riecht scharf und kampferig, der Muskatellersalbei weich und süßlich. Seinen Namen trägt er, weil seine Blüten früher Muskateller-Weinen ihr Aroma mitgeben durften.
Vom Feld in den Flakon
Das ätherische Öl wird per Wasserdampfdestillation aus den blühenden Trieben gewonnen — geerntet wird, wenn die Pflanze in voller Blüte steht. Die Hauptbestandteile sind Linalylacetat und Linalool, dieselben Moleküle, die auch echten Lavendel prägen; daher rührt die leise Verwandtschaft der beiden Noten. Dazu kommt in kleinen Mengen Sclareol — ein Stoff, aus dem die Parfümerie Ambroxid herstellt, die Grundlage vieler moderner Amber-Basen. Wyld Notes zählt Muskatellersalbei zu den Ölen von den eigenen und Partnerfarmen.
So riecht Muskatellersalbei
Fachlich beschrieben: krautig-grün im Auftakt, dann heuartig, teeig und trocken-süß, mit einer bittersüßen Muskat-Facette und einem weichen, hautwarmen, leicht ambrierten Ausklang. Die Note wirkt eher leise als laut — sie rundet, statt zu dominieren. Genau deshalb taucht sie so oft als verbindendes Öl auf und so selten als Hauptdarsteller.
Die Rolle in der Pyramide
Muskatellersalbei sitzt meist im Herzen eines Dufts: zu flüchtig für die Basis, zu weich für den ersten Eindruck. Im Herzen verbindet er frische Kopfnoten mit warmen Basisnoten — bei Smokey Ember steht er offiziell in der Herznote neben Jasmin, bei Rugged Wilderness neben Heu.
In diesen Wyld-Notes-Düften
- Sweet Decadence — in der Hof-Öl-Liste („from our farms", so der Hersteller)
- Rugged Wilderness — offiziell in der Herznote, in der Hof-Öl-Liste („from our farms", so der Hersteller)
- Timeless Floral — in der Hof-Öl-Liste („from our farms", so der Hersteller)
- Smokey Ember — offiziell in der Herznote, in der Hof-Öl-Liste („from our farms", so der Hersteller)
- Black Book — in der Hof-Öl-Liste („from our farms", so der Hersteller)
Womit die Note harmoniert
Mit Lavendel und Wacholder (die drei stehen bei Wyld Notes oft gemeinsam in der Hof-Öl-Liste), mit Tonka und Vanille, deren Süße er trocken hält, und mit Zitrusnoten, denen er Tiefe gibt.
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